Routiniers drücken dem 37. Josef Spießl-Turnier ihren Stempel auf

 

Veronika Berger und Viktor Galfinger holen Bavaria-Löwen –

Comeback von Josef Zamenik

 

 

Erfolgreich zurück an der Hantel: Altmeister Robert Rinderer

 

Zwei amtierende Master-Europameister schafften beim 37.Josef-Spießl-Turniers im Gewichtheben den Sprung ganz nach oben: Veronika Berger und Viktor Galfinger. Die Athletin vom ESV München-Freimann war der Frauenkonkurrenz mit 73 Relativpunkten haushoch überlegen und bei den Männern kam der Kolbermoorer mit 100,4 Zählern souverän zu Meisterehren.

 

Wie in allen Jahren zuvor wurden die Entscheidungen in der von Bernhard Rank mustergültig organisierten Veranstaltung in den einzelnen Gewichts- und Altersklassen überlagert von der „Jagd“ nach Relativpunkten, um als Gesamtsieger den Bavaria-Löwen zu ergattern. Veronika Berger marschierte ungehindert zu ihrem ersten Gesamtsieg. 51 kg im Reißen und 63 kg im Stoßen ergaben 73 kg relativ und sicherten ihr die begehrte Trophäe.

 

In der Männerwertung zeigten zunächst die Schüler ihr Können. Hier setzte der Höchstädter Maxim Kossenko mit 36 kg relativ eine seinem Alter entsprechend beachtliche Marke, wurde aber postwendend vom Heber in der Jugendkategorie Alexander Weindich (TG Landshut) mit 61 Relativpunkten überboten.

In der daran anschließenden Entscheidung der Masterwettbewerbe (Altersklassen) sah man hochklassigen Hantelsport, wenn auch zunächst Horst Wildenstein (AC Regensburg) als Relativsieger der AK 7/8, sowie Michael Hager (SV Kolbermoor) als Bester der AK 5/6 keinen Einfluss auf den Relativgesamtsieg hatten.

Bei den Leistungsvergleichen in der AK 3/4 wurde Alexander Weindich die Führung entrissen. Josef Zamecnik, der vor mehr als 10 Jahren die Stemmerschuhe an den Nagel hängte, aber immer noch den Relativrekord seit 1996 innehat und mit sieben Gesamtsiegen so viele Titel holte wie bisher keiner, ließ bei seinem Comeback die einstige Klasse aufblitzen. Die dabei erzielten 73 Relativpunkte reichten allerdings für den Führungswechsel an der Spitze nicht aus, da kurz vorher der Regensburger Johann Schreder bereits 74 Zähler verbuchte.

Erwartungsgemäß sorgte Viktor Galfinger (SV Kolbermoor) in der AK 1/2 für einen erneuten Führungswechsel an der Spitze mit 100,4 kg relativ, nachdem er 120 kg gerissen und 150 kg gestoßen hatte. Für die Insider war klar, dass damit das Endergebnis feststand, obwohl mit den Senioren die eigentlich leistungsstärkste Wettkampfgruppe im Anschluss noch ausstand. Den „Beweis“ lieferte der stärkste Senior, Kevin Ansorg vom TSV Röthenbach, der als Klassensieger bis 85 kg „nur“ 53,4 Relativpunkten vorzuweisen hatte.

Einen außergewöhnlichen Eindruck hinterließ der 80-jährige Klaus Obergfell (KSV St. Georgen) als ältester Heber. Ohne erkennbare Mühe riss er 48 kg und stieß 62 kg.

 

Die Ergebnisse der Landshuter Teilnehmer: Frauen bis 58 kg: 2. Dettenkofer Angelika (TG) 50 kg (Reißen 23/Stoßen 27); Schüler bis 75 kg: 1. Budivomic Dennis (TG) 94 kg (42/52); Jugend bis 62 kg: 1. Eggert Maximilian (TG) 78 kg (36/42), bis 94 kg: 1. Weindich Alexander (TG) 232 kg (100/132), 2. Heim Marco (TG) 188 kg (88/100); Senioren bis 69 kg: 1. Giglberger Sebastian (TG) 156 kg (70/ 86); Masters AK 3/4 bis 85 kg: 1. Mengelkamp Wilhelm (TG) 185 kg (80/105), bis 105 kg: 1. Zamecnik Josef  (TG) 267 kg (118/149), 2. Rank Bernhard (Bavaria) 229 kg (101/128); Masters AK 5/6 bis 94 kg: 1. Anger Detlef  (TG) 132 kg (57/75), bis 105 kg: 1. Baumgartner Bartl  (TG) 180 kg (80/100); Masters AK 7/8 bis 94 kg: 1. Rinderer Robert (Bavaria) 150 kg (65/85). 

 

Dr. Karl Greiner