Tamara Voit und Christian Schmidt holen Gesamtsieg

 

Olympiasieger Radschinsky unter den Gästen – TG-Aufgebot erfolgreich

 

        Die neuen Gesamtsieger 2009: Tamara Voit und Christian Schmidt

 

In der Siegerliste der 35-jährigen Geschichte des Josef-Spießl-Gedächtnisturniers tauchen zwei neue Namen auf: Tamara Voit vom TuS Raubling und Christian Schmidt vom ASV Neumarkt setzten sich überlegen vor die Konkurrenz und „verdienten“ sich mit 94 bzw. 129,8 Relativpunkten den Bavaria-Löwen zu Ehren des Stemmclub-Gründers.

 

Auf überraschend hohem technischen Niveau zeigte sich der Nachwuchsbereich. Zudem gab es tolle Leistungen zu bestaunen, die beste bei den Schülern erzielte der

Höchstädter Maxim Nemak mit 32 Relativpunkten und in der Jugend überraschte der Leichteste von allen: Kevin Schnell von der TG Landshut, der 33 kg relativ erreichte.

 

In den ersten drei Altersklassen (AK) dominierten die Athleten des SV Kolbermoor. Zunächst brillierte Leichtschwergewichts-Weltmeister Viktor Galfinger in der Altersklasse 1/2 mit Bilderbuchversuchen und erzielte mit 100,2 Relativpunkten die zweithöchste Wertung der gesamten Veranstaltung. Ähnlich überlegen zeigte sich in der AK 3/4 Ingo Unger mit 64 kg relativ und die AK 5/6 gewann Michael Hager (17 kg relativ). Der 71-jährige Lothar Ebermann aus Höchsstädt war nicht nur der älteste Teilnehmer der Veranstaltung, sondern auch der beste AK 7/8-Heber.

 

Die Hoffnungen der dreifachen Gesamtsiegerin Ulrike Zehner aus Schweinfurt auf den Bavaria-Löwen schienen sich beinahe zu erfüllen, weil die Favoritin Tamara Voit (Raubling) erhebliche Probleme hatte, ihre Anfangslast im Reißen unter Kontrolle zu bringen. Erst im allerletzten Versuch bewies sie Nervenstärke und blieb in der Wertung. Danach ließ sie aber keine Zweifel mehr aufkommen, wer neue Gesamtsiegerin werden würde.

 

Beflügelt durch die optimale Betreuung von Olympiasieger Karlheinz Radschinsky

dominierte der Neumarkter Christian Schmidt haushoch überlegen mit 129,8 Relativzählern die Seniorengruppe.

 

Einen hervorragenden Eindruck hinterließ das TG-Aufgebot unter der Regie von Dagmar McSwain. Ihrer umsichtigen Abteilungsarbeit ist es zu verdanken, dass seit Jahren der Nachwuchsbereich mit tollen Erfolgen aufwarten kann. Wichtig ist dabei, dass sie selbst mit besten Beispiel voran geht. Da es beim Spießl-Turnier in der Frauenwertung keine Altersklasseneinteilung gibt, musste sich die international unangefochtene achtfache Europa- und fünffache Weltmeisterin der Altersklassen im Federgewicht mit einer Zweikampfleistung von 77 kg (34/43) mit Rang drei begnügen. Wie hoch dabei ihre Leistung einzustufen ist, zeigt sich im Altersunterschied von 50 (!) Jahren zur Klassensiegerin Tamara Voit.

In der Jugendkategorie siegten in der Gewichtsklasse bis 50 kg Kevin Schnell mit 90 kg (40/50), Sebastian Giglberger bis 62 kg mit 95 kg (41/54) und bis 85 kg Maykel Osterthaler mit 155 kg (70/85).

Mit Silber begnügen musste sich Alexander Weindich nach fast einem Jahr Verletzungspause im stark besetzten Mittelgewicht. Mit 174 kg (77/94) schaffte aber die Norm für die „Deutsche“. In der gleichen Gewichtsklasse platzierte sich Marco Heim mit 151 kg Zweikampfresultat auf Rang vier.

Eine der zuverlässigsten Gewichtheberpersönlichkeiten Landshuts ist Willi Mengelkamp. Sein Sieg in der AK 3/4 stand außer Frage, allerdings „schockte“ er seine Fans mit zwei ungültigen Wertungen im Reißen und wuchtete erst im letztmöglichen Versuch mit „Wut im Bauch“ die 83 kg nach oben. 112 kg im Stoßen und 195 kg im Zweikampf bedeuteten Gold im Leichtschwergewicht.

 

Den einzigen Seniorentitel für Landshut eroberte Federgewichtler Stefan Weindich, indem er 67 kg riß und 88 kg stieß.

 

Karl Greiner