Detlev Albrings ist neuer Weltpräsident der IPF
Mitglied des Stemmclub Bavaria führt den Kraftdreikampf-Weltverband
Sein
Name ist seit vielen Jahren ein fester Begriff im internationalen Kraftsport
und seit den letzten Weltmeisterschaften in Sölden hat er seiner sportlichen Karriere
ein weiteres Sahnehäubchen aufgesetzt: Detlev Albrings wurde beim Weltkongress
mit großer Mehrheit zum neuen IPF-Präsidenten gewählt und tritt damit die
Nachfolge von Norbert Wallauch an.
Detlev
Albrings ist nach Heinz Vierthaler der zweite deutsche Weltpräsident und er ist
kein Funktionär des Zufalls. Der knapp 47-jährige, aus Stuttgart stammende
Diplom-Ingenieur bei der Deutschen Telekom, hat sich seinen Weg bis dahin nicht
leicht gemacht. Detlev Albrings ist ein „Arbeitstier“. Das was er anpackt wird
mit absoluter Zuverlässigkeit erledigt. Er ist pflichtbewusst, seinen
Mitarbeitern gegenüber loyal und ein Mann des Ausgleichs: Keiner, der
Konflikte sucht, aber auch keiner, der diesen aus dem Weg geht, sondern einer,
der mit seiner vermittelnden Wesensart die oftmals durch die verschiedenen
Interessen der vielen Nationen auftretenden Konflikte auf kommunikativer Ebene
abzuschwächen versucht.
Das
überzeugende Votum der IPF-Delegierten beim letzten Weltkongress kommt nicht
von ungefähr. Durch seine Arbeit als Generalsekretär des Weltverbandes widmete
er jede freie Minute den sportlichen Aufgaben. Alles andere wurde
untergeordnet. Unzähliche Wochenenden war er in der
Welt unterwegs, nicht nur bei Welt- und Europameisterschaften, auch bei
wichtigen Turnieren und nationalen Ereignissen der Mitgliedsstaaten, um dem
anspruchsvollen Job des Generalsekretärs gerecht zu werden – und das
ehrenamtlich.
Aufmerksam wurde man
auf den jungen Detlev Albrings, als er mit seinem Trainingspartner Fritz Seese, dem damaligen besten Kraftdreikämpfer im
Schwergewicht zum Stemmclub Bavaria 20 Landshut kam.
Detlev Albrings begann seine Funktionärskarriere 1984 nach Ende seiner aktiven Wettkampflaufbahn.
Als Schriftführer übernahm er sein erstes nationales Amt von 1984 bis 1988. Danach wurde er an die Spitze des deutschen Kraftdreikampfes gewählt, das er unter der Obhut des Deutschen Gewichtheberverbandes bis 2000 und dann im neuorganisierten eigenen Bundesverband bis 2004 ausübte.
Schon ab 2003 fasste er im internationalen Verband Fuß als IPF-Generalsekretär und dieses zeitraubende Ehrenamt übte er bis letzte Woche, bis zur Wahl des IPF-Präsidenten pflichtbewusst aus. Er war auch schon im Welt- und Europaverband in verschiedenen Komitees als Vorsitzender oder Mitglied tätig und konnte dadurch viele Erfahrungen sammeln und internationale Kontakte knüpfen.
Der mittlerweile im Bundesverband zum Ehrenvorsitzenden ernannte Detlev Albrings ist natürlich auch internationaler Kamprichter und versucht – sofern seine knappe Freizeit es erlaubt – auch noch neben dem Kraftsport seine Hobbies (Radfahren, Lesen, Theater, Kabarett) zu pflegen und den Verpflichtungen als Hilfsschöffe (1997-2000 und 2005-2008) beim Landgericht München nachzukommen.
Detlev Albrings ist sich seiner Verantwortung als neuer Weltpräsident bewusst. Seine ehrenamtliche Arbeit wird nicht weniger werden, sie wird sich nur verlagern.
Der Stemmclub Bavaria 20 Landshut ist stolz auf sein prominentes Mitglied und wird ihn nach besten Möglichkeit unterstützen.
Karl Greiner