
Starke
Kreuzheber: Sven Lorenz (li.) und Andreas Staude
Die Fahrkarte zur „Deutschen“ im Kreuzheben hatten viele Bavarianer in der Tasche. Genutzt haben die Gelegenheit kurz vor Jahresende nur zwei Athleten des Stemmclubs: Andreas Staude wurde deutscher Vizemeister im Leichtschwergewicht (bis 83 kg) mit 260 kg und Sven Lorenz landete auf Rang acht in der 105 kg-Kategorie der Aktiven.
Die Nachfrage in Lauchhammer war riesengroß, wenn auch der STC Bavaria 20 Landshut weitere potentielle Kandidaten zu Hause ließ. Als Medaillenanwärter war Andreas Staude angereist, ob er sie bekommen sollte, war zu zum letzten Versuch ungewiss. Ausnahmeathlet Hubert Wagner (KSV Bautzen) reservierte mehr als eindrucksvoll mit neuer deutscher Rekordlast (312,5 kg) den Titel im Leichtschwergewicht. Dahinter entbrannte ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die weiteren Medaillen.
Für Staude wurden zwei Fehlversuche an
seinem 260 kg schweren Startgewicht gewertet, ehe er in allerletzter
Gelegenheit die Zustimmung des Kampfgerichts fand. Wie unsicher seine
„Silberne“ letztendlich war, zeigt sich daran, dass der spätere Fünftplazierte
Daniel Ebert aus Blankenburg mit der selben Last zwei Anläufe unternahm, um in
die Medaillenränge zu gelangen.
Medaillen in der 105 kg-Klasse gab es
nur jenseits der 300 kg-Marke. Sven Lorenz eröffnete den Wettbewerb mit 235 kg
und lag im Mittelfeld auf Rang fünf. Diese Position ließ sich nicht festigen,
weil er seine beiden Steigerungen auf 250 kg verfehlte. Damit musste er sich
mit dem 8. Platz begnügen.
Dr. Karl Greiner