
Ludwig
Rieger holt bayerische Vizemeisterschaft
Auch bei den bayerischen
Meisterschaften im Kraftdreikampf in Ebenhofen reiten
die starken Männer des Stemmclubs weiter auf der Erfolgswelle. Mit 6
Landestiteln, vier Vizemeisterschaften und einem 4. Rang gaben sie nach der
umfangreichen Medaillenausbeute in den vergangenen Wochen erneut eine
überzeugende Vorstellung.
Gleich zum Auftakt sorgten zwei
Jugendheber für klare Verhältnisse. Viktor Prokopov
setzte sich im Leichtschwergewicht mit 475 kg (175/100/200) an die Spitze und
in der Kategorie bis 93 kg feierte Eugen Feldbusch einen Doppeltriumph. Neben
dem Klassensieg mit 530 kg (210/120/200)
bescherten ihm seine erzielten 348,5 Relativpunkte auch den Gesamtsieg
in seiner Altersklasse.
Drei Titel steuerten die Junioren bei.
Das Mittelgewicht besetzte der Stemmclub mit Dennis Feitz und Stefan Merthan. Nach den ersten beiden Disziplinen lagen beide
nahezu gleichauf, dann aber wurde der packende Zweikampf durch eine Verletzung
von Merthan unterbrochen. Feitz siegte mit 460 kg
(160/110/190) vor seinem Kontrahenten, der sich aufgrund der Einbuße beim
Kreuzheben mit 332,5 kg (175/92,5/65) begnügen musste.
Während Lars Krüger in der Klasse bis
120 kg mit glatten 600 kg (215/155/230) im Dreikampf „durchmarschierte“, tat
Stefan Voss eine Klasse höher aufgrund einer gerade eben überstandenen
Fußoperation nur das Notwendigste, um die Qualifikation für die deutsche
Meisterschaft zu erfüllen.
Bei den Aktiven ließ Alexander Denk in
der 83-er Klasse nichts anbrennen und verwies seinen Teamkollegen Andreas
Staude mit 660 kg (235/185/240) auf Rang zwei. Staude erreichte 622,5 kg
(215/152,5/255).
Eine gute Vorstellung bot Vizemeister
Ludwig Rieger bis 105 kg. Nach 270 kg in der Beuge, drückte er 135 kg auf der
Bank und zog abschließend 260 kg. Seine vergeblichen Steigerungen auf 280 und
300 kg im Kreuzheben halfen nicht mehr, den 2. Platz zu verbessern, da der
Neuaubinger Sebastian Kaindl vor allem auf der Bank für ein ausreichendes
Polster gesorgt hatte.
In der Altersklasse I starteten in der
Klasse bis 120 kg zwei Bavarianer. Wolfgang Franke wurde Vizemeister mit 630 kg
(215/170/245) und für Michael Heinig reichte es mit 530 kg (187,5/127,5/215)
nur zum undankbaren vierten Rang, obwohl er alle seine Versuche unter Dach und
Fach brachte.
Völlig unnötig waren die beiden
Disqualifikationen von Florian Tikwe und Sven Lorenz.
Während Junior Tikwe sowohl in der Kniebeuge als auch
auf der Bank ohne Wertung blieb und der Ehre halber im Kreuzheben noch 160 kg
anerkannt bekam, erschien Sven Lorenz nach seinen drei Patzern mit 250 kg in
der Kniebeuge nicht mehr auf der Bühne. Schade, beide galten als Titelanwärter
in ihren Gewichtsklassen.
Dr. Karl Greiner