Bavaria-Kraftdreikämpfer
Eberhard Schwanke holt WM-Silber in Ostrava

Weltklasse pur:
Eberhard Schwanke
Mit einer bis zum letzten Versuch packenden Auseinandersetzung holte der Landshuter Bavaria-Kraftdreikämpfer Eberhard Schwanke bei den 27.Senioren-Weltmeisterschaften im tschechischen Ostrava mit 840 kg im Dreikampf die Silbermedaille. Neuer Titelträger wurde der US-Amerikaner Steven Green mit 842,5 kg und Bronze ging an seinen Landsmann Roger Hendrix (810 kg).
Zunächst schien für den in der Altersklasse II (50 bis 59 Jahre) im zweiten Superschwergewicht hebende Landshuter nach dem ersten Zwischenstand alles klar zu sein. Mit 320 kg in der Kniebeuge lag er 10 kg vor Roger Hendrix und sogar 30 kg vor Green.
Im Bankdrücken zeichnete sich jedoch ein vorzeitiges Aus für Schwanke ab, weil er drei Versuche für seine 240 kg schwere Anfangslast „verbrauchte“. Erst die weißen Lampen im allerletzten Auftritt brachten wieder Ruhe in das deutsche Team. Nachdem Hendrix mit 215 kg in dieser Disziplin mit 215 kg zurückfiel, konnte Green mit 247,5 kg Boden gut machen. Nach wie vor führte aber der Landshuter mit 560 kg vor dem Amerikaner Green (537,5 kg) und Hendrix (510 kg). Der übrige Teilnehmerfeld lag zu diesem Zeitpunkt bereits weit außerhalb der Medaillenränge.
Um die Goldmedaille entbrannte im Kreuzheben
ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwanke und Green, Hendrix bewältigte zwar
eine höhere Last als der Deutsche, konnte aber wegen des zu großen Rückstands nicht
mehr aufschließen.
Nach dem zweiten Versuch hatte sich der
Amerikaner Green bis an 2,5 kg an Eberhard Schwanke herangearbeitet. Der
Landshuter steigerte abschließend auf 280 kg, sammelte insgesamt 840 kg und musste
nun mitansehen, wie sich Green 305 kg vorbereiten ließ, weil er damit die für
den Sieg notwendigen 842,5 kg im Dreikampf erreichen konnte. Der Versuch
glückte und damit blieb für Eberhard Schwanke „nur“ die Vizemeisterschaft.
Das war insofern ärgerlich für den
56-jährigen mehrfachen Weltmeister und Weltrekordler, weil er ausgerechnet in
seiner „Schokoladenübung“, dem Bankdrücken durch die launischen Wertungen
wichtige Kilos verlor und so etwas aus dem Konzept gebracht wurde.
Karl
Greiner